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PM_Lebenshilfe Niedersachsen: Eine inklusive Schullandschaft benötigt Vielfalt

(Hannover 24.01.2018) Anlässlich der anstehenden Beratungen im Niedersächsischen Landtag zur schulischen Inklusion blickt die Lebenshilfe Niedersachsen mit Sorge auf die Weiterentwicklung der schulischen Inklusion. „So unterschiedlich die Bedarfe von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung sind, so vielfältig muss das schulische Angebot sein“, so Landesvorsitzender Franz Haverkamp. Er begrüßt in diesem Zusammenhang die von der Landesregierung vorgesehene Aufrechterhaltung der Schulvielfalt und dem Elternwahlrecht. Das Recht von Eltern, für ihr Kind eine Entscheidung über den richtigen Lernort mit den passenden Bedingungen zu treffen, steht dabei für die Lebenshilfe an oberster Stelle.  Eltern treffen dabei eine bewusste Entscheidung im Sinne ihres Kindes in Abwägung der Alternativen – „und das ist gut so“ betont Franz Haverkamp. Schließlich würde diese Wahlmöglichkeit bei Kindern ohne Behinderung auch nicht in Abrede gestellt.

In der aktuellen Debatte habe die Lebenshilfe aber die Sorge, dass die Verlängerung für die Förderschulen Lernen nicht genutzt werde für die Weiterentwicklung der Inklusion vor Ort. Vielmehr erlebe die Lebenshilfe vielfach eine Diskussion, die zu kurz greife.

Aus Sicht der Lebenshilfe Niedersachsen sei gerade die Möglichkeit, das Auslaufen der Förderschule Lernen zu verschieben, ein Zeitfenster, welches genutzt werden muss für gute Lösungen vor Ort. Die im Koalitionsvertrag beschlossene Möglichkeit von Kooperationsklassen im Sekundarbereich I sei zum Beispiel eine gute Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung im Alltag gemeinsam zu unterrichten und zugleich dem Gedanken der Inklusion Rechnung zu tragen. Die Niedersächsischen Lebenshilfen erleben dies an vielen Orten bei der Beschulung im Rahmen von Tagesbildungsstätten und den dort vielfach anzutreffenden Kooperationsklassen. Sie ermöglichen nicht zuletzt die so dringend gebotene Durchlässigkeit auf konzeptioneller und räumlicher Ebene.

Von daher appelliert Franz Haverkamp in Richtung der Landesregierung, diese Zeit zu nutzen und eine Weiterentwicklung verbindlich von den Schulträgern einzufordern.

Die Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen e.V. wurde am 13. Oktober 1962 von 10 Orts- und Kreisvereinigungen gegründet. Heute gehören dem Landesverband 115 Mitgliedsorganisationen an. Über 75 % aller in Niedersachsen tätigen teil-stationären Eingliederungseinrichtungen haben sich in der Lebenshilfe Niedersachsen als ihrem Dach- und Fachverband zusammengeschlossen. Die Lebenshilfe ist Elternvereinigung, Fachverband und Trägerin von Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung. Der Selbsthilfegedanke hat dabei große Bedeutung. Über die Akademie für Rehaberufe bietet die Lebenshilfe Fortbildungen insbesondere für Fachkräfte, Menschen mit Behinderung und Angehörige an. Mit Standorten in Hildesheim, Wildeshausen und Hannover ist die Lebenshilfe Niedersachsen Ausbilder in der Heilerziehungspflege in Niedersachsen. Die Geschäftsstelle des Landesverbandes der Lebenshilfe hat ihren Sitz in Hannover.

Kontakt:

Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen e. V.
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Tel.:  0511 . 909 257 00
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Ihr Ansprechpartner: Frank Steinsiek | Mobil: 0172 5432 971

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