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Gewappnet für neue Herausforderungen

ALTENCELLE. Nicht zuletzt die jüngsten Ereignisse bewegen die Celler Lebenshilfe. Nach der Kritik an den Pflegezuständen in der Einrichtung war dies auch Thema bei dem gestrigen Jahresempfang. "Ich bin allen Vorwürfen nachgegangen", sagte Geschäftsführer Clemens Kasper. Er habe bereits Dokumente ausgewertet sowie Gespräche mit den Mitarbeitern geführt.

Mit der Verabschiedung des sogenannten Bundesteilhabegesetzes sei ein tiefgreifender Systemwandel verbunden, erklärte Kasper. Zwar seien viele davon zu Gunsten der beeinträchtigen Menschen, doch von vielen Veränderungen seien die Auswirkungen noch nicht absehbar.

Auch das Inkrafttreten des Aktionsplans Inklusion für Niedersachsen bestimme die Arbeit der Einrichtung. Inklusion – ein geläufiges Thema, aber auch ein gesellschaftlich umstrittenes, wie Helfried H. Pohndorf, stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Lebenshilfe feststellte. "Inklusion macht schlau", sagte André Zimpel. Der Dozent zeigte in seinem Vortrag, "was wir von Menschen mit Lernschwierigkeiten lernen können."

"Mit dem neuen Rückbauzentrum des Zweckverbands Abfallwirtschaft Celle in Altencelle wurden 25 Arbeitsplätze für Menschen aus den Werkstätten der Lebenshilfe in einem arbeitsmarktnahen Umfeld geschaffen", erklärte der Geschäftsführer. Auch im Bereich der Datendigitalisierung gelte es, komplexe Produktionsbereiche zu zerlegen. Gerade im Hinblick auf die Verlagerung niedrigschwelliger Arbeit ins Ausland und betriebliche Konkurse gelte es, neue Auftraggeber zu suchen. (bau)

Cellesche Zeitung / Seite 11
Samstag, 18. März 2017

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CELLE HEUTE: "Müssen unsere Sichtweise auf Menschen mit Einschränkungen verändern"