nach oben




|

Ohne umfassende Beteiligung bei der Umsetzung des Aktionsplanes zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention geht es nicht!

(Hannover 17.08.2016) Die LEBENSHILFE Niedersachsen kritisiert die von der Niedersächsischen Landesregierung bekannt gewordenen Pläne zur Umsetzung der von der Fachkommission Inklusion vorgelegten Maßnahmen und Ziele. Entgegen den Vorschlägen der Fachkommission zur Einrichtung eines paritätisch besetzten Begleitgremiums aus Vertreterinnen und Vertretern des Landesbehindertenbeirates, der Ministerien und der Staatskanzlei unter Leitung der Landesbehindertenbeauftragten soll es jetzt nur noch eine eingeschränkte Beratungsfunktion durch die Landesbehindertenbeauftragte geben. Dies ist aus Sicht der LEBENSHILFE Niedersachsen nicht hinnehmbar.

"Nicht ohne uns über uns - Mitwirkung und Mitentscheidung von Selbstvertreterinnen und Selbstvertretern sind für uns bei der Umsetzung der Inklusion unabdingbar", erklärt dazu LEBENSHILFE Landesgeschäftsführer Holger Stolz. "Deshalb unterstützen wir den einstimmigen Beschluss des Landesbehindertenbeirates im Rahmen einer Sondersitzung zur Einrichtung eines paritätisch besetzten Begleitgremiums."

Und mit Blick auf die Landesregierung formuliert er die Erwartungshaltung, dass nicht zuletzt der Ministerpräsident im Rahmen seiner Richtlinienkompetenz der umfassenden Partizipation von Menschen mit Behinderungen bei Entscheidungen des Landes Nachdruck verschafft.

Die LEBENSHILFE Landesverband Niedersachsen e.V. wurde am 13. Oktober 1962 von 10 Orts- und Kreisvereinigungen gegründet. Heute gehören dem Landesverband 115 Mitgliedsorganisationen an. Über 75 % aller in Niedersachsen tätigen teilstationären Eingliederungseinrichtungen haben sich im Landesverband  der LEBENSHILFE als ihrem Dach- und Fachverband zusammengeschlossen. Die LEBENSHILFE ist Elternvereinigung, Fachverband und Trägerin von Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung. Der Selbsthilfegedanke hat dabei große Bedeutung. Über die Akademie für Rehaberufe bietet die LEBENSHILFE Fortbildungen insbesondere für Fachkräfte, Menschen mit Behinderung und Angehörige an. Mit Standorten in Hildesheim, Wildeshausen und Hannover ist die LEBENSHILFE Niedersachsen Ausbilder in der Heilerziehungspflege in Niedersachsen. Die Geschäftsstelle des Landesverbandes der LEBENSHILFE hat ihren Sitz in Hannover.

Kontakt:
Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung
Landesverband Niedersachsen e. V.
Pelikanstr. 4
30177 Hannover
Tel.: 0511 90925-70
FAX: 0511 90925-711

E-Mail: landesverband@lebenshilfe-nds.de

Ihr Ansprechpartner:
Frank Steinsiek

Die Pressemitteilung sehen Sie hier.