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Gelebte Inklusion beim gemeinsamen Hausfest

ALTENCELLE. "Wenn ich etwas fertiggewebt habe, dann fahre ich den ganzen Flur lang und zeige es", berichtet Andrea Dehrmann stolz. Heute hat sie ein noch größeres Publikum. Sie präsentiert ihre handgewebten Schals und Decken auf dem traditionellen Hausfest der Lobetalarbeit und der Lebenshilfe. Der Stand mit schönen Dingen ist Teil eines aufwändigen Programms, das von Ehrungen verdienter Mitarbeiter, Auftritten hauseigener Bands bis zu zahlreichen, zum Teil sehr ausgefallenen Spielen, einer Bilderausstellung und "Feuerwehr zum Anfassen" reicht. Von der starken Verbindung zwischen den Altencellern und den Bewohnern beider Behinderteneinrichtungen ist sowohl im Festgottesdienst zu Beginn als auch in den Grußworten des Lobetal-Leiters, Carsten Bräumer, und des Ortsratsvertreters, Dirk Heindorf, die Rede. Beim Rundgang über die Festwiese zeigt sie sich dann auch. Nicht nur Angehörige, Mitarbeiter und Bewohner nehmen die Gelegenheit zur Begegnung, auf die es Bräumer in erster Linie ankommt, wahr, sondern auch zahlreiche Altenceller Bürger. Stephan Rutsch vereint das Miteinander ortsansässiger Vereine und Behindertenarbeit in seiner Person: "Ich bin schon ganz lange Mitglied in der Feuerwehr", berichtet der Lobetal-Bewohner, während er das Löschfahrzeug für die Präsentation auf dem Festgelände vorbereitet. In ganz kleinem Rahmen war das Hausfest einst gestartet, nachdem die Außenstelle der Lobetalarbeit vor 30 Jahren in Altencelle eröffnet wurde. Die Resonanz war so gut, dass es sich stetig vergrößerte. Vor drei Jahren entschloss man sich, die benachbarte Lebenshilfe mit ins Boot zu holen. "Gemeinsam feiern und fröhlich sein", umreißt Wohnbereichsleiterin Adelheid Krenz das Motto, das an diesem Sonntag mit rund 600 Besuchern aufs Neue in die Tat umgesetzt wurde. (ahs)

Cellesche Zeitung / Seite 9
Montag, 30. Mai 2016

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