nach oben




|

Celler Teams fit fürs Highlight

35 Athleten der Lebenshilfe bei Special Olympics in Hannover am Start

CELLE. Der Trainingsschweiß ist getrocknet, die letzten Vorbereitungen sind abgeschlossen und die Ziele klar definiert. Bestens gerüstet starten die Sportler der Lebenshilfe Celle am kommenden Montag in das Abenteuer Special Olympics. Quasi vor der Haustür werden sich vom 6. bis 10. Juni in Hannover bei der Veranstaltung der Superlative 4800 Sportler mit körperlicher und geistiger Behinderung in 18 Disziplinen miteinander messen.

Während der größten Sportveranstaltung, die in Hannover jemals stattgefunden hat, werden sich im Sportpark Hannover rund 14.000 Menschen tummeln. „Unsere Sportler können es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Die Special Olympics sind immer ein Highlight. Dieses Jahr haben wir ja fast ein Heimspiel, das motiviert natürlich noch einmal extra“, beschreibt Anke Günster, die bei der Lebenshilfe in Celle für die Öffentlichkeitsarbeit und den Bereich Sport zuständig ist, die Gefühlslage der Athleten.
Insgesamt 35 Sportler aus der Herzogstadt werden in Hannover in vier Disziplinen an den Start gehen. Neben Radfahrern, Tischtennis-Spielern und Fußballern werden erstmalig auch Schwimmer von der Lebenshilfe Bergen in der Landeshauptstadt dabei sein.

Nach dem Mittagessen am Montag wird sich der Tross der Lebenshilfe auf den Weg in das benachbarte Hannover machen. Dort stehen zunächst organisatorische Angelegenheiten für die Trainer und Verantwortlichen auf dem Programm. Die Sportler haben derweil die Möglichkeit, zu trainieren. Am Abend findet dann die große Eröffnungsfeier in der TUI-Arena statt.
Danach geht es erst einmal zurück nach Celle, bevor ab Dienstag die Wettkämpfe für die Sportler starten. „Da Hannover in der Nähe liegt, werden wir die Nächte in Celle verbringen und täglich pendeln. Ein weiterer Vorteil der geringen Distanz ist, dass sehr viele Leute unsere Sportler direkt vor Ort unterstützen und anfeuern können“, erklärt Günster, die während der gesamten Woche die Delegationsleitung übernehmen wird.
Besonders viel vorgenommen für die Special Olympics haben sich die Fußballer der Celler Lebenshilfe. Sie haben sich, wie alle anderen Sportler auch, bei den Landesspielen für die Olympiade qualifiziert und wollen auch dort von sich reden machen. „Wir haben im Vorfeld der Spiele hart trainiert und treten mit einer schlagkräftigen Truppe an. Wir wollen gute Leistungen zeigen, aber natürlich auch Spaß haben“, lautet die Prämisse des Trainers Wolfgang Dittrich. Das Überstehen der Vor- und Zwischenrunde sei das erste Ziel. Danach wolle man schauen, was passiert.
Beim Abschlusstraining am vergangenen Dienstag wurden noch einmal die letzten Feinheiten justiert und sich auf das bevorstehende Turnier eingeschworen. Im Kader der Mannschaft steht übrigens auch eine Frau. Claudia Behr hat sich in der Männerdomäne durchgesetzt und wird in Hannover das Tor hüten. Im Team der Lebenshilfe ist sie eine feste Größe und wird von allen respektiert. „Claudia macht ihre Sache im Tor sehr gut. Meine Jungs sehen sie als volles Mitglied der Mannschaft und schätzen ihre Leistung“, so Coach Dittrich.
Neben den sportlichen Leistungen sind es genau diese sozialen Aspekte, die den Reiz der Special Olmpics ausmachen. „Bei solch großen Events lernen die Sportler auch menschlich viel dazu. Sie müssen mit Niederlagen klarkommen, sich an Regeln halten und natürlich fair miteinander umgehen“, sagt Delegationsleiterin Güns-ter, die hofft, dass ihre Sportler in Hannover viele positive Eindrücke sammeln, Erfolge feiern und vor allem mächtig Spaß und Freude haben.

Sebastian Nickel 

Cellesche Zeitung / Seite 25
Samstag, 04. Juni 2016

Den Artikel sehen Sie hier.